Updates ohne Reboot: Windows Server 2025 erhält Hotpatching

Eine wesentliche Neuerung in Windows Server 2022 war Hotpatching, aber es blieb der Azure Edition vorbehalten. Dieses Feature beschleunigt nicht nur das Einspielen von Updates, sondern vermeidet auch den Neustart des Servers. Mit der Version 2025 wird es auch on-prem verfügbar sein, allerdings nicht ohne Cloud-Anbindung und zusätzliche Kosten.

Nach SMB over QUIC portiert Microsoft mit Hotpatching ein weiteres Feature von der Azure Edition zu Windows Server LTSC. Updates werden dabei gleich in den Arbeitsspeicher der gepatchen Prozesse eingeschleust, so dass ein Neustart nicht erforderlich ist, um den aktualisierten Code von Platte zu laden.


Darüber hinaus verwendet Hotpatching kleinere Pakete, so dass die Installation deutlich schneller vonstatten geht. Alle Workloads laufen dabei ohne Unterbrechung weiter.

Bei der Ankündigung von Hotpatching für Windows Server 2025 auf der Ignite-Konferenz führte der Hersteller seinen Xbox-Service als Referenz für die Effizienz des Features an. Demnach verkürzte sich das monatliche Update der rund 1000 Server von drei Wochen auf weniger als 48 Stunden.

Cloud-Anbindung über Azure Arc erforderlich

Die Implementierung von Hotpatching in Windows Server 2025 sieht jedoch kein lokales Management vor. Vielmehr lässt es sich nur über das Azure Portal verwalten. Dazu muss man die betreffenden Server über Azure Arc mit der Microsoft-Cloud verbinden.

Das Management von Hotpatching erfolgt auch für on-prem-Server über das Azure Portal.

Hinzu kommt eine monatliche Gebühr für den Service. Wie hoch diese ausfällt, gab Microsoft noch nicht bekannt. Das Unternehmen bewirbt jedoch Azure und Azure Stack HCI als Alternative, wo man über die Azure Edition das Hotpatching ohne Aufpreis bekommt.

Für alle Editionen und Installationsoptionen

Die Installation von Updates ohne Reboot bleibt nicht der Datacenter Edition vorbehalten, sondern wird auch in der Standard Edition verfügbar sein. Microsoft bekräftigte zudem, dass nicht nur Server Core in den Genuss von Hotpatching kommt, sondern auch die Installation mit Desktop Experience.

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